News vom: 01.07.2009
Jean-Jacques Papassin D.O. M.R.O. (F): G.O.T. Reorganisation der Körperfunktion durch rhythmische Impulse
An diesem ersten Juni-Wochenende dozierte Jean-Jacques Papassin in Bad Honnef im Rahmen der Postgraduierten-Kurse der STILL ACADEMY Osteopathie GmbH zum Thema General Osteopathic Treatment (G.O.T.).

Jean-Jacques Papassin wiederholte auf Grund der hohen Nachfrage seinen im letzten Jahr bereits vorgestellten G.O.T.-Kurs.
Hatten die meisten Teilnehmer schon eine gewisse Vorstellung vom G.O.T., so wurde jedem Teilnehmer mit zunehmender Kursdauer bewusst, dass dieses, ursprünglich auf das parietale System des Körpers ausgelegte Konzept, von Jean-Jacques Papassin auf eine einzigartig neue und umfassende Weise auf den gesamten Körper ausgebaut wurde!Jean-Jacques Papassin (JJP) stützt seine Konzeption des G.O.T. erstmals auf die Grundeinteilung der embryonalen Entwicklung eines jeden Fötus: die drei embryonalen Keimblätter. Auf Grund der unterschiedlichen Grundfunktionen dieser drei Ausgangsgewebearten kann die Ansprechbarkeit des Körpers auch im G.O.T. von diesen drei Gewebesystemen aus durchgeführt werden.Den bislang bekannten, ursprünglichen Ansatz mittels „Zirkumduktionen“ (in allen drei Ebenen geführte anguläre Gelenkbewegungen) positiven Einfluss auf den Bewegungsapparat auszuüben, bezeichnet Papassin als den „Sektor der Wechselbeziehungen“. Es geht also hierbei vom „Vertebro-Parietalen-System“ aus, auf alle weiteren Systeme des Körpers Einfluss zu nehmen. Ist doch die Wirbelsäule die zentrale Achse unseres Körpers von der alles ausgeht
und zu der alles zurückgeführt wird.Neu ist die Anwendung des G.O.T. am gesamten viszeralen und neuralen System.(„Viscero-Sero-Parietaler Sektor“ bzw. „Neuro-Meningo-Parietaler Sektor“).Papassin verlässt hierbei erstmalig das Achsenorgan und spricht durch rhythmische G.O.T. Mobilisationen alle weiteren Körpersysteme an und macht dieses G.O.T. zu einer echten ganzheitlichen Arbeit!
Hierbei werden die neuen Mobilisationsprinzipien auf alle viszeralen Strukturen des Körpers, z.B. die mesodermalenAnheftungen der Viscera am Peritoneum (Mesocolon transv., Radix mesenterica etc.), angewendet. Als dritten Körperbereich beschreibt Papassin den sogenannten. „Neuro-Meningo-Parietalen Sektor“. In diesem Sektor wird das Kranio-Sakrale System über alle duralen Strukturen des Körpers angesprochen und behandelt. Ob die Falx cerebri mit ihren Anheftungen oder die Dura mater im spinalen Verlauf: sie fungieren als Bindeglieder zwischen den parietalen, neuralen und neurovegetativen Schaltstellen des Körpers und werden mit in die G.O.T.- Konzeption aufgenommen
.Ist JJP mit der Ausweitung des ursprünglichen G.O.T. auf den gesamten Körper schon eine enorme innovative Leistung gelungen, rückt er mit seiner Konzeption einen weiteren zentralen Behandlungsparameter in den Mittelpunkt der Therapie: die Rhythmik.Ist der Rhythmus des Patienten an sich schon immer der eigentliche Motor der Zirkumduktion gewesen, kommt diesem jetzt eine weitere entscheidende Bedeutung zu.
Im Kurs wird erlernt die Geschwindigkeit, die Amplitude und die Qualität der Rhythmik des Gewebes zu untersuchen, zu bewerten und wiederherzustellen. Man erhält somit einen weiteren, in diesem Falle: rhythmischen Bewertungsparameter, um die Funktionalität eines Gewebes bewerten und reorganisieren zu können!Mit einer sehr professionellen Präsentation, mit diversen Animationen und Schaubildern versehen, konnte Papassin den theoretischen Teil extrem gut veranschaulichen. Papassin wusste aber nicht nur durc
h die komplexe
und innovative kognitive Arbeit zu überzeugen. Durch seine unnachahmliche Art
am Menschen zu arbeiten, konnte er den Kursteilnehmern die zahlreichen neuen
Techniken gründlich und intensiv vermitteln und gleichzeitig zu einer ähnlich
guten rhythmischen Verschmelzung mit dem Gewebe am eigenen Patienten
motivieren! Diese systemische Verknüpfung macht das „neue“ G.O.T. zu einer aufregend einfachen und hoch wirkungsvollen osteopathischen Arbeit.
Ist es JJP als erster gewesen G.O.T. in Deutschland vorgestellt zu haben, so ist auch er es, der dieses neue ausgeweitete Konzept hervorbringt. Man fragt sich wie es sein kann, dass Nachahmer das Rampenlicht beherrschen und ein echter Entwickler wie JJP fast unentdeckt auf so hochklassigem Niveau arbeitet.„Jean-Jacques Papassins G.O.T.“ wird auf Grund der zunehmenden Nachfrage eine feste Größe in derFortbildungsreihe der STILL ACADEMY einnehmen und somit auch im nächsten Jahr viele Kollegen erreichen - auch die, die glauben, G.O.T. bereits zu kennen!
Kursdatum: 1.-3.10.2010
Ben Rodriquez
25.6.2009

