News vom: 23.07.2010
Jetzt NEU: Osteopathieausbildung mit Heilpraktiker-Option
Wir sind froh, ab sofort die medizinische Ausbildung innerhalb der Osteopathieausbildung so hochwertig gestalten zu können, dass die Schüler der STILL ACADEMY im Laufe des vierten Ausbildungsjahres auf die amtsärztliche Überprüfung zum Heilpraktiker vorbereitet sind.
Das ist möglich, dank der Zusammenarbeit mit der HUFELANDSCHULE aus Senden, mit der uns seit über 10 Jahren eine bislang informelle Kooperation verbindet. Jetzt ist die lange Erfahrung beider Ausbildungen zusammengeführt worden und ermöglicht höchste Qualität aus einem Guss.
Somit werden auch endlich erstmals zwei wesentliche Kriterien für die berufsbegleitende Osteopathieausbildung erfüllt:
1. Höchstmögliche Qualität für Osteopathie und medizinische Grundlagen
2. Die Legitimation zur Ausübung wird schon im Rahmen der Ausbildung möglich
Bitte lesen Sie im Weiteren die Antworten auf Fragen, die Sie sich möglicherweise zu diesem Konzept stellen. Unten finden Sie die Möglichkeit, unmittelbar an uns zu schreiben, um auf jede weitere Frage schnell eine Antwort zu erhalten.
Fragen, die sich zur HP-Ausbildung im Rahmen der Osteopathieausbildung stellen und unsere Antworten darauf:
1. Wofür steht die STILL ACADEMY Osteopathie GmbH?
Grundsätzlich verfolgen wir das berufspolitische Ziel, die Osteopathie als eigenständigen, (weisungs)ungebundenen und rechtlich voll geschützten Beruf zu etablieren!
Erst durch die Verknüpfung aller osteopathischen Handlungsfelder, in Kombination mit den osteopathisch-philosophischen, den naturheilkundlichen und allen medizinischen Grundlagen, ist es möglich, eine vollständige und lösungsorientierte Berufsausbildung anzubieten.
Es geht uns darum, für alle Schüler eine Ausbildung zu gestalten, die die Entwicklung zu einem eigenständig wirkenden und voll verantwortlichen Osteopathen ermöglicht. Erst dann kann man die Wirkungsweisen der Osteopathie voll ausschöpfen und damit seine eigene autonome osteopathische Existenz sicherstellen.
2. Warum wird die HP-Ausbildung integriert?
Der Bedarf wird aus zwei Gründen immer deutlicher:
Um die Osteopathie in vollem Umfang ausüben zu dürfen, bedarf es der rechtlichen Absicherung, der Legitimation. Über Jahre hatten wir die Hoffnung, es würde eine umfassende Regelung für die Absolventen der Osteopathieschulen, die im Vorberuf Physiotherapeuten waren, gefunden. Status quo aber ist weiterhin, dass es ausschließlich dem Arzt und dem Heilpraktiker erlaubt ist, die Osteopathie weisungsungebunden und rechtlich geschützt auszuüben! Daran wird sich auch in überschaubarer Zeit nichts ändern. Somit arbeiten alle osteopathisch tätigen Physiotherapeuten in einer rechtlichen Grauzone und können sich einzig durch den Erwerb der HP-Erlaubnis vollständig absichern und autonom werden!
Zum anderen wird die Qualität der osteopathischen Ausbildung durch die parallel geschaltete medizinische Grundausbildung weiter gesteigert! Es gilt einen sicheren Umgang mit allen medizinisch-differentialdiagnostischen Fragen zu erwerben, um als Osteopath sicher und eigenverantwortlich arbeiten zu können.
3. Was ist von dem HP-Physio zu halten? Ist dieser Weg nicht viel
einfacher für mich als Physiotherapeut?
Der HP-Physio ist in seinem Anforderungsprofil bezüglich der Amtsarztprüfung noch nicht abschließend geklärt. Die Bundesländer handhaben das nicht einheitlich. Nach allem, was aber bis heute bekannt ist, wird die Prüfungsanforderung für den HP-Physio nur unwesentlich geringer sein, als für den uneingeschränkten HP.
Der HP-Physio bezieht sich ausschließlich auf die Leistungsbereiche der Physiotherapie! Somit kommt dem HP-Physio, für die juristische Absicherung einer umfassenden osteopathischen Tätigkeit, keinerlei Bedeutung zu.
Außerdem, und das ist aus betriebswirtschaftlicher Hinsicht wichtig: Es ist nur dem uneingeschränkten HP-Absolventen erlaubt, erbrachte Leistungen nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH) abzurechnen! Diese Leistungen werden von den privaten Versicherungen anerkannt.
4. Warum wird die Ausbildungsqualität durch das neue Konzept
gesteigert?
Die meisten Osteopathieschüler sind Physiotherapeuten, die in Deutschland weisungsgebunden arbeiten. Der Osteopath jedoch ist ein in vollem Umfang eigenverantwortlich arbeitender Therapeut. Um diesem Anspruch gerecht werden zu können und um das nötige Selbstverständnis entwickeln zu können, muss der Osteopath profunde Kenntnisse der gesamten Medizin und Differenzialdiagnose haben. Je früher und je intensiver er diese Kenntnisse erwirbt, umso tiefer dringt er auch in die Möglichkeiten der osteopathischen Medizin vor.
5. Warum arbeitet die STILL ACADEMY mit der HUFELANDSCHULE
zusammen?
Eine sehr bewährte informelle Kooperation zwischen der STILL ACADEMY und der HUFELANDSCHULE gibt es schon seit zehn Jahren. So kennen und schätzen wir uns wechselseitig. Viele Absolventen der STILL ACADEMY, viele Kollegen, die heute unterrichten, haben die für die HP-Vorbereitung notwendige Ausbildung bei der HUFELANDSCHULE gemacht. Die HUFELANDSCHULE greift somit auf einen Erfahrungsfundus mit Osteopathieschülern unserer Schule zurück. Die Kollegen der HUFELANDSCHULE sind Naturheilkundler im besten Sinne. Die Osteopathie ist eine naturheilkundliche Medizin. Was liegt näher, als die medizinische Grundausbildung in so erfahrene Hände zu legen.
6. Was ist über die Erfolgsquote der Hufelandschüler bei der
Amtsarztprüfung sagen?
Ein Grund mehr für uns mit der Hufelandschule zusammen zu arbeiten ist die ausgesprochen hohe Erfolgsquote der Hufelandschüler, die bei etwa 80 % liegt.
7. Heißt HP-Ausbildung auch, dass ich andere naturheilkundliche
Methoden lernen muss? Ich will doch nicht Heilpraktiker, sondern
Osteopath werden.
Formal erwirbt man mit dem Titel HP nur die Legitimation, die Heilkunde auszuüben, ohne als Arzt bestallt zu sein, wie es Amtsdeutsch heißt. Was man therapeutisch in seiner Praxis tut, was man gelernt hat, ist hinter dem Titel nicht zu erkennen. Wer Osteopath werden will, lernt die Osteopathie an der STILL ACADEMY, die medizinischen Kenntnisse in Absprache mit den Hufelandkollegen und ist dadurch vorbereitet, schon im vierten Ausbildungsjahr der Osteopathieausbildung die Legitimation im Sinne des Heilpraktiker- Gesetzes zu erlangen. Die naturheilkundliche Methode ist die Osteopathie.
8. Wie soll denn die zeitliche Abfolge für die medizinische
Grundausbildung innerhalb der Osteopathieausbildung sein?
Im ersten Ausbildungsjahr wird ausschließlich Osteopathie unterrichtet. Im vierten Kurs des zweiten Ausbildungsjahres, d.h. im Januarkurs, beginnt die medizinische Grundausbildung. Ab dann wird an jedem Kurswochenende immer donnerstags dieser Kurs stattfinden. Er endet mit dem dritten Kurs des vierten Ausbildungsjahres im Dezember. Das heißt, an 14 Ausbildungswochenenden ist je ein Tag medizinische Grundausbildung. Zusätzlich gibt es in jedem Jahr, also dreimal, ein Wochenende (Samstag und Sonntag), an dem nur die medizinischen Grundlagen und gezielte HP-Prüfungsvorbereitungen gegeben werden. Diese zusätzlichen Wochenendtage gehören mit zum Grundprogramm und sind nur für Ärzte und nach Absprache zum Teil für fertige HPs verzichtbar.
9. Nimmt mir das denn nicht zu viel von der Zeit, die ich für die
osteopathischen Themen brauche?
Nein, die osteopathische Ausbildung wird stark davon profitieren, dass früh ein gutes medizinisches Grundverständnis im Sinne der Naturheilkunde erworben wird. Was für erwünschte physiologische und funktionelle Veränderung mit den Händen im Gewebe erzielt werden kann und soll, weiß und versteht man früher und genauer. Das innere Bild der Arbeit wird klarer. Man lernt schneller.
Die Osteopathiedozenten können sich ganz auf die Vermittlung der osteopathischen Ideen, der feinen Palpation, der osteopathischen Diagnostik und der osteopathischen Techniken konzentrieren und gewinnen so Zeit für das Osteopathiespezifische.
Wir sind sicher, dass hier nichts verloren geht sondern ein Zugewinn erzielt wird.
10. Was ist an zeitlichem (Mehr)aufwand zu erwarten?
Sicher sollte von vornherein der medizinische Grundlagenunterricht dergestalt genutzt werden, dass man zum einen möglichst viel lernt und speichert (auch für die Osteopathieausbildung, s.o.) und zum anderen muss der Stoff sicher beherrscht werden, um die amtsärztliche HP-Prüfung während des vierten Jahres bestehen zu können.
Netto ist man wesentlich schneller, als wenn man den Zeitaufwand für eine gesonderte Prüfungsvorbereitung mit realistischer Erfolgsaussicht anschaut. Der Aufwand ist sicher mindestens so groß, wie die Zeit, die hier nun integriert ist.
Ein Teil der osteopathischen Abschlussprüfung ist für alle die Differentialdiagnoseprüfung. Für die muss der Stoff in jedem Fall beherrscht werden.
11. Um wie viel wird die Ausbildung teurer sein?
Die Ausbildung wird sich um 175 Euro pro Ausbildungsjahr verteuern.
12. Was kostet sonst eine zusätzliche HP-Ausbildung in diesem
Umfang und dieser Qualität?
Man muss von Schulungskosten von ca. 2000 bis 3000 Euro ausgehen.
Der zeitliche Aufwand, der zusätzlich entsteht, wenn die HP-Ausbildung gesondert gemacht werden muss, ist natürlich ebenfalls erheblich größer, als bei unserer integrierten Lösung.
13. Gibt es weitere Zusatzkosten für mich?
Die Anmelde- und Prüfungsgebühren liegen in der Hand der jeweiligen Gesundheitsämter und werden unmittelbar an diese gezahlt. Diese müssen somit von jedem Schüler selbst getragen werden.
14. Was heißt das alles für mich als Arzt, wenn ich bei der
STILL ACADEMY die Osteopathieausbildung machen will?
Jeder Arzt sollte nüchtern prüfen, wie präsent ihm alle medizinischen Grundlagen sind. Er kann auf die unter 6 beschriebenen Zusatztage verzichten, zahlt ein etwas reduziertes Ausbildungsgeld und nimmst ansonsten am Unterricht teil, wie alle anderen auch.
15. Was heißt das alles für mich als Zahnarzt, wenn ich die Ausbildung
bei Euch machen will?
Um in vollem Umfang Osteopathie ausüben zu dürfen muss der Zahnarzt auch die HP-Prüfung machen. Insofern wird er an der kompletten Ausbildung teilnehmen.
16. Was heißt das alles für mich als Heilpraktiker, wenn ich bei der
STILL ACADEMY die Ausbildung machen will?
Der medizinische Grundlagenunterricht an sich gehört zur Osteopathieausbildung und muss besucht werden. Berücksichtigt werden muss dabei, dass die Qualität der medizinischen Ausbildung der HPs sehr unterschiedlich ist, die Ansprüche an die Überprüfungen sehr unterschiedlich waren und auch noch sind. Ohne die HP-Prüfung vor der Brust wird der medizinische Unterricht für jeden ein erheblicher Zugewinn sein, vor allem im Hinblick auf die Osteopathieausbildung. Formal heißt das, dass an den Kursen, die reine spezifische Prüfungsvorbereitung sind, also auf Gesetzeskunde und vielleicht Infektionskrankheiten vorbereiten, nicht unbedingt teilgenommen werden muss. Möglichweise wird es so zu organisieren sein, dass ein Zweitagesblock dann verzichtbar ist. Dafür wird es dann eine Gutschrift geben.
17. Was heißt das alles für mich als Masseur und medizinischer
Bademeister, Ergotherapeut, Logopäde, Krankenschwester oder
Krankenpfleger, wenn ich bei der STILL ACADEMY die Ausbildung
machen will?
Das wird zunächst so sein, wie es in den letzten Jahren gehandhabt wurde. Die individuellen Bedingungen müssen angesehen, geprüft und besprochen werden. Es werden Einzelfallentscheidungen getroffen, in Absprache mit der übergeordneten osteopathischen Institution, zur Zeit der BAO.
18. Muss ich innerhalb der Osteopathieausbildung noch die
Differenzialdiagnoseprüfung machen, wie sie die BAO vorschreibt?
Nach heutigem Stand der Regelungen ja. Wir werden zu Beginn des sechsten Ausbildungsjahres mit dem prüfenden Arzt noch einen Vorbereitungstag machen, dann die mündliche DD-Prüfung. Das wird nach der Ausbildung kein Problem sein und somit eher eine Formalie.
19. Aspekte, die für unsere Ausbildung sprechen:
Wir wollen die Frage der Übersichtlichkeit halber in Stichpunkten beantworten:
- Wir bilden über sechs Jahre aus.
- Wir unterrichten 1308 Zeitstunden, das sind 1744 Unterrichtsstunden.
- Genau 30 Zeitstunden werden pro Seminar unterrichtet.
- Das ist die zur Zeit umfangreichste berufsbegleitende Ausbildung in Deutschland!
- Verschiedene osteopathischen Themen werden schon innerhalb der Ausbildung ausführlich und ergiebig erarbeitet, die sonst möglicherweise erst postgraduiert gesondert erlernt werden müssen. Das gilt zum Beispiel für die Kinderheilkunde im Rahmen der Osteopathie oder für den ganzen Bereich des Urogenitalapparates bei Mann und Frau.
- Heute sollen sich Osteopathen gesondert ausweisen, wenn sie Kinderbehandlungen anbieten wollen. Einen erheblichen Anteil der geforderten Grundlagen bieten wir ohne Zusatzkurse und ohne Zusatzkosten schon im Rahmen der Grundausbildung an.
- Es entstehen keine Zusatzkosten für Skripte, für Seminarstunden an den anatomischen Instituten der Uni Düsseldorf und Uni Leipzig, für Sonderkurse an anderer Stelle, für schulinterne Prüfungen oder Sonstiges.
- Die Kurse beginnen mit maximal 32 Teilnehmern.
- Es unterrichten ausschließlich Osteopathen D.O., die HP-Kollegen der HUFELANDSCHULE und Ärzte.
- Alle Ausbildungsjahre sind immer zeitgleich am Ausbildungsort. So sind viele Dozenten und Assistenten vor Ort. Es können viele unterschiedliche Themen während eines Seminars von unterschiedlichen Fachlehrern unterrichtet werden.
- Es werden bewusst keine großen Blockunterrichte zu einzelnen Themen gegeben. Der Stoff wird in den großen Bereichen der Osteopathie parallel entwickelt. Die zu entwickelnde Palpationsfähigkeit des Schülers wird besonders berücksichtigt. Es gibt hinreichend Zeit zum Üben, Wiederholen und Klären von Fragen.
- Von Anfang an wird der Schüler auf das therapeutische Selbstverständnis des Osteopathen vorbereitet und hingeführt – regelmäßige Unterrichte zur Anamnese in der osteopathischen Praxis mit praktischen Übungen, zusammenführende Syntheseunterrichte zu allen Themen bereiten auf die Arbeit am Patienten vor.
- Im sechsten Ausbildungsjahr werden an jedem Kurswochenende echte Patienten in kleinen Gruppen unter Betreuung von Dozenten behandelt. Jeder Schüler wird so schon in der Ausbildung und unter Anleitung mit der Wirklichkeit der Praxis konfrontiert.
- Der Schüler wird so auf dem Weg vom guten Handwerker zum osteopathisch denkenden und arbeitenden Therapeuten sorgfältig begleitet, kontrolliert und gefördert.
- Im vierten Ausbildungsjahr beginnt der Methodologieunterricht. Der Schüler wird frühzeitig an die Methodik wissenschaftlichen Arbeitens herangeführt, lernt mit dem Internet zur Literaturrecherche umzugehen und kann im sechsten Ausbildungsjahr gut betreut seine Abschlussarbeit erstellen oder auch ein Exposé für eine Diplomarbeit. In individuellen Sprechstunden wird der Arbeitsfortgang begleitet und intensiv von uns unterstützt.
- Hospitation ist immer erwünscht. Die Teilnahme an jedem Kurswochenende ist möglich. So kann der Schulalltag, die Atmosphäre an der Schule, die Wirklichkeit der Ausbildung erfahren werden. Gezielte Fragen an Schüler, Assistenten und Dozenten sind erwünscht und runden das Bild von der STILL ACADEMY ab.
Für Ihre Fragen stehen wir telefonisch und per Email gerne zur Verfügung.

